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Geschichte |
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Die zweite Front tat sich noch größer auf. Johann war von 1941 bis 1945 aufgrund seines vorherigen Amtes
als zweiter Bürgermeister nach den plötzlichen Tod des ersten Bürgermeisters als dessen Vertreter zu
seinen Nachfolger. Er war auch noch Mitglied in der Partei, um, nach eigenen und bestätigten Aussagen nicht jüngere, radikalere Zeitgenossen die Möglichkeit zu geben einflussreichere Positionen zu erringen und das nationalsozialistische Denken in Taten umsetzen zu können. Daraus wurde ihm von den Besetzern natürlich ein Strick gedreht, und er musste in einen bis Oktober 1947 geführten Prozess beweisen, dass er kein Nationalsozialist war. Er verlor. Die Strafe betrug 500 RM, der auch von Ihm zu entrichtete Streitwert 2687 RM. Seine Frau Anna wurde von jeglicher Schuld freigesprochen. Nebenbei versuchte er noch an der dritten Front weiter für die Entwicklung der Brauerei zu kämpfen. Er selbst hatte ja nie eine offizielle Ausbildung genossen, wollte jetzt aber seinen Sohn Michael zum Brauer und Mälzer ausbilden. So stellte er Antrag auf die Lehrlingsanleitungsbefugnis bei der Kreishandwerkerschaft in Kulmbach, und der wurde prompt abgelehnt. An dieser Front gewann der diesmal, aber auch mit Einschränkungen. Da der Betrieb mit 700 hl (dieser Ausstoß war nur mit den Suden der Hausbrauer zu erreichen) im Jahr zu klein war, musste Michael Grasser in einer entsprechend größeren Brauerei das dritte Lehrjahr verbringen. Diese Brauerei war die Weiße Rosen Brauerei in Hollfeld, wo er auch seinen Mälzer machen konnte. Die Ausbildung kann nicht zu schlecht gewesen sein, wenn man die Brauerei Grasser heute ansieht.
Eine große Erleichterung für den ersten Gesellen seit langem kam 1953 dazu:
Die erste Kühlmaschine wurde ins Brauhaus eingebaut. Sie kühlte mit Eiswasser, und machte so das Transportieren
des Bieres, was mit Schuften bis dahin zum vergären in die Felsenkeller getragen wurde, da nur dort die kühle
Lagertemperatur gewährleichstet wurde, überflüssig. Noch heute sind am Orteingang die Eingänge zu sehen und die immer noch sehr kühlen Keller sind teilweise auch noch von Privatleuten in Gebrauch. Aber auch vorher wurde teilweise schon Trockeneis mit den Pferdegespann geholt. Unter anderem in Scheßlitz bei der Brauerei Barth, in Voitmannsdorf, bei der Brauerei Maisel in Bamberg, in Hollfeld bei der Weiß Tauben-Brauerei, den Lehrbetrieb von Michael. Das Wasser änderte dann auch 1956 schon wieder seinen Lauf. Die Wassergruppe Poxdorf wird gegründet, und das Wasser kommt aus der Druckleitung vom Behälter aus Laibarös. In jeden Fall eine Erleichterung. Die Gesellenjahre des Michael Grasser sollen mit den 5. Dezember 1962 enden, als er in Bayreuth an der Handwerkskammer seinen Meisterbrief ausgehändigt bekommt. Der uns jetzt bekannte Tatendrang dieses jungen Herren scheint schon lange in Ihn geschwelt zu haben. Nach dem er 1963 mit der Wirtschaft der Familie Först in Laibarös den ersten Zapfenwirten an Land zieht, heitatet er es am 18. April 1964 Kunidunda Hümmer aus Breitenlesau, und mit Ihr eine Frau, die mit Ihn durch dick und dünn geht, ihn unterstützt, und bis heute ein Rückhalt der ganzen Familie ist. Diese Frau fährt mit einen VW-Bus für die Brauerei Grasser auch die ersten Kästen Bier aus. Für 7.50 DM für den Kasten Märzen, und 6.50 DM für den Kasten Vollbier bekommen die Kundschaften in Drosendorf, Neuhaus, Sachsendorf, Hollfeld und Königsfeld Ihr erstes Huppendorfer Bier frei Haus. In der Wirtschaft stemmt Sie die Maßkrüge, die damals für mit einen Liter Bier gefüllt für 1,10 DM von Ihr zu haben waren, und bewirtschaftet mit Ihm den landwirtschaftlichen Hof, in denen noch bis 1968 Kühe zu versorgen waren. Doch auch Hans Grasser kommt noch zu späten Ehren: obwohl er wie schon erwähnt nie eine Ausbildung genossen hat, überreicht Ihn 1964 an Weihnachten die Handwerkskammer für Oberfranken in Bayreuth den Altmeisterbrief für 36-jährige Handwerkstätigkeit im Brauer und Mälzerwesen. An dieser Stellte wollen auch wir Ihn Ehren, denn nebenbei gesagt ist er es gewesen, der viele Kalender, die er Tag für Tag führte, und uns gerade für diese kleine Chronik die vielen Informationen lieferte, die sonst nicht mehr nachzuvollziehen wären. |
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Brauerei Gasthof Grasser, Huppendorf 25, 96167 Königsfeld, Oberfranken Telefon: 09207-270, Fax: 09207-636, Email info@huppendorfer-bier.de |
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