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Geschichte |
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Er führte die Brautradition in Huppendorf fort, obwohl er nie dazukam das Brauer- und Mälzerhandwerk
zu erlernen. Sein Vater wurde, wie er auch, im Krieg verletzt, und so musste Johann schon sehr viel am Hof arbeiten, dem ein beachtliche Landwirtschaft mit über 30 ha eigen war. Es war einfach keine Zeit in die Lehre zu gehen, die in einen anderen Betrieb stattfinden hätte müssen, da der väterliche Betrieb zu klein gewesen wäre. Das sollte später noch zu einen Problem werden, an das damals wohl noch niemand dachte. Katharina Grasser starb am 12.08.1928. Ihr zweiter Sohn Martin blieb ledig und arbeitete sein Leben lang auf den Hof. Im Jahre 1929 wurde in Huppendorf das Hausbrauen angefangen, was der Brauerei einen immensen Aufschwung verliehen haben muss.
Der Bierumsatz stieg auf bis zu 700 hl im Jahr.
Das Hausbrauen liegt einen niedergeschriebenen und von Staat erlassenen Recht zu Grunde.Dieses Recht besagt, dass ein Bauer, dem die Möglichkeit gegeben ist, den Rohstoff zum Bierbrauen selbst zu stellen, sprich die Gerste anbauen zu können (d.h. er musste auch nachweislich einen Acker besitzen), auch gestattet ist für sich selbst Bier brauen zu lassen. Die anfallende Biersteuer war auch noch begünstigt. So wurde den Bauern mehr oder weniger ein günstigerer Bierpreis zugesprochen. Daraufhin ließ der Huppendorfer Brauer elektrischen Strom ins Brauhaus legen und einen Motor anschließen, der die bis dahin wohl recht anstrengende Arbeit etwas erleichterte. Johann Grasser kaufte auch eine Schrotmühle, die noch bis 1995 in dem von seinen Nachfolger Michael Grasser neu gebauten. Brauhaus Ihre Dienste tat. Derselbige Nachfolger wurde als der erste Sohn von Johann am 19.06.1931 geboren, und sollte der sein, der die Brauerei Grasser zu dem gemacht hat, was sie heute darstellt.
Aber vorerst lies Johann noch das Wasser vom Brunnen hoch zum Brauhaus legen. Durch den Rohren aus
Beton wurde das Wasser mit einer Kreiselpumpe hoch zum Brauhaus gepumpt. Vorher musste das Wasser mit einer Handpumpe aus dem grundeigenen Brunnen, welcher in Hof zwischen dem alten Brauhaus und dem Wohnhaus rund 10 Meter in die Tiefe reichte, mittels Handbetrieb hochgepumpt werden. In kalten Wintern sollte er noch des öfteren gebraucht werden, weil die Wasserleitung nicht tief genug gelegt wurde, und so einfror. Erst 1940 kam die Druckwasserleitung und das Thema Wasser war vorerst erledigt. Das Kriegsende brach dann mit vielen Problemen über Johann Grasser herein, er hatte an neuen Fronten zu kämpfen. Die Alliierten drangen am 14. April 1945 nach Huppendorf vor. Der Hof Huppendorf 25 musste innerhalb weniger Minuten verlassen werden, und wurde von den Alliierten in beschlag genommen. Als am 15. April um 19 Uhr Johann Grasser wieder in das Haus kam, sah er sich einen leeren Geldschrank gegenüber, in dem unter anderen auch die Biersteuer für den Monat März lag, insgesamt 1520,70 RM, und da er auch noch Bürgermeister war 500 RM Gemeindegelder, vom Eigenkapital gar nicht zu reden. Sofort wurden Zeugen hinzugezogen, und der Streit mit dem Hauptzollamt sollte bis Mai 1946 dauern, über das genaue Ergebnis ist leider nichts bekannt, doch war das Hauptzollamt so hartnäckig, dass man sich kaum vorstellen kann, das die Schuld erlassen wurde. Über die Gemeinde und ihren Anspruch auf das Geld ist nichts überliefert. |
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Brauerei Gasthof Grasser, Huppendorf 25, 96167 Königsfeld, Oberfranken Telefon: 09207-270, Fax: 09207-636, Email info@huppendorfer-bier.de |
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